Dienstag, 28. Dezember 2010

kuscheliges sylvester

Sylvester wird kuschelig!
nicht hart, knallhart, spritzig, fetzig, versoffen, kalt, geil, abgefahren, laut, absturzgefährdet, bombe, primitiv, gefährlich, knallig, gemeinschaftlich, super, krass, lustig, langweilig, traditionell, extrem, nett, ruhig, liebevoll (...) oder teuer - nein, es wird kuschelig. (auch wenn alles andere natürlich auch dargestellt werden könnte. ich rede natürlich wieder von der besonderen materialität des bildes, feuerwerk aus wolle, stoff und perlen.)
Man kann mit den Häusern kuscheln und mit den Fenstern und mit der Stadt und mit dem Licht und mit dem Himmel und mit der Nacht und mit den Menschen und mit der Straße und mit den Stühlen und mit dem Raclette und mit dem Sekt und mit den Freunden und mit dem Fernseher und mit dem Tisch und mit der Flasche und mit dem Glas und mit dem Blei und mit der Kerze und mit der Wunderkerze vor allem und mit den Knallerbsen und mit den Knallbonbons und mit dem Zimmerfeuerwerk und mit dem Feuerzeug und mit den Böllern und mit den Knallteppichen und Knallfröschen und mit den Raketen und mit den Feuerrädern und mit den Fontänen und mit dem Feuer und mit der Glut, also kurz: mit dem tollen Sylvesterfeuerwerk kann man kuscheln und die Funken davon kann man sogar auf eine Perlenketten aufziehen.
na ja, vielleicht - in der realität - auch nicht. mal gucken, was kommt.

Dienstag, 21. Dezember 2010

höchst aufgewertetes zubereiten eines kartoffelessens


... und am schluss der fertige teller. für einfach mal den alltag "künstlerisch" (ich würde hier gerne fünf anführungszeichen setzen. okay, ich mach es. """""künstlerisch""""") auswerten. war sehr lecker.
übrigens inspiriert vom "screening" eines video-seminars, wo andauernd studenten ihr essenkochen gefilmt und dann sehr künstlerisch (ich hoffe, dieses wort ist jetzt so vorbelastet, dass ich es nicht mehr in anführungszeichen setzen muss) rückwärts und teilweise mit sequenziellen wiederholungen abgespielt haben.
Warum Models engagieren, Motive gibt es überall. (Aber Essenszutaten kosten auch! Also danach nicht wegschmeißen. auch wenn models eigentlich wiederverwertbarer sind als etwas, was nur einen abend hält.)

Sonntag, 5. Dezember 2010

erklärung

ERKLÄRUNG FÜR DEN VORANGEHENDEN BLOGPOST!
das ist er übrigens, der gute immanuel kant bzw. sein überwiegend zweidimensionales puppenabbild. er sitzt hier auf seinen vier hauptwerken und vor seiner heimatstadt königsberg. er ist natürlich nur eine zusammenimaginierte darstellung aus bekannten portraits, siehe oben.ach ja: er ist philosoph, ganz schön dick einflussreich und so, 18. Jahrhundert. liest man in der uni rauf und runter. Aufklärung, Erkenntnistheorie, Ethik, Ästhetik, alles dabei, und noch einiges mehr. aber ich wollte jetzt eigentlich nur meine figur hier zeigen;)
(soll erklären, wer der auf dem gameboyschlitten durch den schnee rutschende manteltyp des vorigen posts wirklich ist:) )

der rutschende kant

uaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh!
da rutscht er. auch hochintellektuelle leute wie immanuel kant (den soll diese puppe darstellen), tun manchmal neben ihrer lehnstuhlphilosophie auch etwas sinnlos-lustiges an der - momentan SEHR - frischen luft. und da wir schon so schön sinnlos sind, ist der schlitten, (das geheimnis ROSEBUD des medienmoguls charles foster kane aus citizen kane, so nebenbei, um etwas sinn herzustellen) auch weiter ganz dadaistisch ein gameboy - man wird doch wohl noch ein wenig spielen dürfen.

aber ich muss noch erwähnen: der gute kant könnte den schnee nicht genießen, hätte er nicht seinen mantel an!! denn mit kälte bleibt man bewegungslos, so wie jedes einzelne bild dieser bilderfolge ja eigentlich auch ist.
(es lebe der dadaismus (anti-floskel), die philosophie, der gameboy und die wärme - kleine nachricht an den C. :) )  ach und sorry, dass es trotz der ganzen erleuchtung ein wenig dunkel geworden ist.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

wackellogo

einmal neu: das fotogramm.







außerdem neu: gif aus fotogramm.














das obere ist übrigens fotopapier, mit 3x gegenstände draufgelegt, dann belichtet, dann entwickelt. also bewegung in einem stück, in der reihe. rechts dann "übereinander".
und schon wünscht man sich, animierte bilder statt statische nba-logos (sieht auch so aus) auf seine basketballklamotten zu sticken:)

Schreie scannen

Noch schläft sie... Aber wenn sie dann vor ihm steht, ist sie nicht mehr ruhig, äußerlich schon, aber sie ist in ihrem inneren gefangen und kann nicht ausbrechen, sie schreit und will sich befreien, aber es ist wie hinter einer wand aus glas, alles verschwimmt. und das schlimmste ist, dass sie niemand hört...

oh nein, keine sorge, ich habe keine identitätskrise und fühle mich auch nicht übermäßig unverstanden oder hyperindividuell, ich habe nur entdeckt, dass, wenn man sein gesicht scannt (also flachbettscanner für den pc, graustufen, bei mir jedenfalls) das alles ganz lustig und so irreal-traum-angst-GEIST-mäßig aussieht und da passen solche motive. und das geschreibsel sollte ja nicht immer nur um die bildtechnik gehen... aber, nebenbei: bilder sind KOMPLETT unbearbeitet.
zu den bildern: vor allem MUSS man ja seine augen zukneifen wegen des lichts und ehrlich gesagt habe ich jetzt noch keine andere geste als schreien gefunden, die mit der optik zusammen wirkt. (ein geist, der die augen zukneift und die zunge rausstreckt wirkt leiiicht unauthentisch.) für selbstversuche: wenn man die scanqualität (dpi zahl. ich hab 300dpi bei graustufen genommen) höher macht, braucht der scanner länger, um das bildfeld abzutasten - dementsprechend hat man mehr zeit, sich zu bewegen (siehe unterstes bild).
also, worums mir eigentlich geht: manchmal ist vom medium, oder der technik (scan), abhängig, was man darstellt, auch wenn man manche motive sonst niiie gestalten würde:)

Samstag, 27. November 2010

bewegung - freeze - bewegung

nach einer Idee von @pczek wurden beim abifestival im mai 2010, lingen, niedersachsen, deutschland, nicht nur normale fotos gemacht, sondern fotoreihen - weil man die dann so schön zu kleinen kind-of-stopmotion-videos, die einen festivaleindruck bieten, oder zu animierten gifs, wie der metaler hier zusammenschneiden kann.
...wenn man gute kameras hat, die ein nicht verwackeltes bild liefern, wenn man bewegung festhält, sind die ersten motive vielleicht: hochspringen, dabei die haare fliegen lassen.
das probiert man vielleicht gerne aus, weil man so etwas sonst ums nicht zu verwackeln, filmen konnte. hier mal die umkehrung des aufnahmeerfolges: von der gelungenen festgehaltenen bewegung (die metalbilder sind leider dann doch im original etwas verwackelt) dann wieder zum pluralbild zur bewegung. jaja, hätte man auch einfach filmen können, aber so versteht man filmen (den aufbau, die entstehung) besser und für eine endlosschleife sind gifs (übrigens meine ich damit das dateiformat, graphics interchange format, an dem ist toll das es die bilder klein macht (das links ist nur 290 kb groß, also klein) und mehrere bilder, wie hier enthalten kann) cooler als kleine videos.
Formel für gifs: (welt/leben/bewegung+Kamera+Auslöser= Freeze=Moment=Foto) Freeze+Freeze+Freeze...=Bewegung.     So schön sinnlos wieder beim anfangspunkt angelangt:)
noch mal in groß das ganze (bei mir läuft das nicht so schnell, deswegen die 2 versionen).

Samstag, 30. Oktober 2010

"comics made in oldenburg"

Am 7. November geht die KiBuM - die Kinderbuchmesse - in Oldenburg los. Im PFL, Peterstraße, werden neue Kinderbücher vorgestellt.
Aber nicht nur das: neben dem Vorstellen gibt's auch Ausstellungen, und in einer dieser stellen wir - der Comic-Kurs 2010 der Uni Oldenburg unsere Arbeiten aus und vor. Ab 7. 11. in der Artothek - und der Eintritt ist frei!
Und warum mach' ich dafür Werbung? Ich war dabei. Außerdem hab ich unsere Comics in einem Buch zusammengestellt, deswegen liegt mir das ganze besonders am "Herzen". Die große Ausstellung heißt "Comics made in Germany" - daran ist unser Titel angelehnt, außerdem habe ich das Design vom Originalplakat nachgeahmt.
Und für einen kleinen Ausstellungs-Vorgeschmack (zur Ausstellung kommen! Freier Eintritt!) Ausschnitte aus meinem eigenen Comic (ich kann ja die der anderen nicht einfach hier reinstellen;) ), übrigens eine wahre Geschichte - mein Nachbar drohte lautstark mit der Polizei, als ich nachts den Wasserhahn benutzte. Es ging ihm wirklich nur um den Wasserhahn.






Freitag, 15. Oktober 2010

Alles ist möglich

Entdecke die Möglichkeiten!
Sagt die Werbung eines bekannten Autoherstellers. Soll so schön anregen, neues zu entdecken, aufzustehen usw., am besten natürlich mit dem hergestellten Fahrwerkzeug.
Wenn ungeahnte Möglichkeiten sonst eher von Optimisten betont werden, geht's auch mal andersrum: Man denkt, etwas tritt auf jeden Fall ein - dann stellt es sich aber nur als Möglichkeit heraus, es passiert doch nicht. Mir ist das letztens auch mit einem bekannten Verkehrsmittel, der deutschen Bahn geschehen:
Dangast, Kurhaus-Strand, vom Flugzeug aus
Wir wollten nach Dangast, ein kleiner Kurort direkt am Jadebusen - genauer an den Strand am Kurhaus, um ein wenig am "Meer" zu sitzen - mit dem Semesterticket ganz kostenlos.
Man fährt von Oldenburg erst nach Varel (Zug) und nimmt dann den Bus. 31 Minuten hat man dort Zeit für das Umsteigen. Da macht man sich doch gleich Gedanken, dass es langweilig werden könnte, das Warten.
Viele Menschen machen sich über die "Pünktlichkeit" der Deutschen Bahn lustig. Ich eigentlich nie. Als die ersten zehn Minuten Verspätung angekündigt wurden, dachte ich nur "okay, weniger Wartezeit in Varel." Dann wurden's 20... Als wir endlich im Zug saßen, rechnete ich aus, dass wir noch 2 Minuten zum Umsteigen hätten. Letztendlich kamen wir genau in der Minute an, wo der Bus abfahren sollte - verpassten ihn aber und mussten auf den nächsten (die Busse fahren dort stündlich) warten.Der Satz "In einer Stunde sind wir da" war also nicht mehr möglich - da es nur noch zu einer Möglichkeit degradiert wurde. Als wir dann sagten "Gleich sind wir endlich am Strand" erwies es sich auch als falsch - diesmal nicht wegen des Verkehrsmittels, sondern der Orientierung, wir sind etwa eine Stunde den falschen Deich entlanggelaufen. Aber bei dieser neu entdeckten Möglichkeit war es auch ganz nett:

einsam auf dem Deich - verlaufen?

Wir verliefen uns zwar hierhin - Die Schafe waren ihre Einsamkeit aber gewöhnt
teilweise wimmelte es sogar von Leben

Ich möchte hier auf etwas hinaus, das etwa "Alles ist nur glich" ist - Jedoch hätte ich vielleicht, wenn wir auf direktem Wege in Dangast angekommen wären, nur Fotos von dort gehabt. Ich war schon oft da, habe diesmal auch Fotos gemacht, sie sehen für mich aber oft gleich aus. Aber dass sich das mal ändert, ist ja auch noch, hoffentlich unerwartet und nicht provoziert, möglich.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Blitzspliss

Nein, das ist kein Baum. Auch kein Ast oder umgedrehter Blitz.
Aber einschlagen tut's bei mir "wie ein Blitz": Das ist eine Haarspitze von mir.
Ich gebe ja zu, dass meine Haarfarbe, mein Blond, nicht echt ist. Aber als ich entdeckte, dass meine Haarspitzen SO aussehen, also SO splissig sind, war ich doch geschockt.
Ich war auf der Suche nach neuen Makro-Motiven für mein Supermakroaufnahmegerät, da wollte ich es mit dem Fotografieren von Haaren ein wenig ausreizen (das Objektiv konnte aber nicht ganz mithalten, teilweise unscharf und die Bruchstellen sind seltsam belichtet). Als ich durch den Sucher sah, dass die Haare wirklich aussehen wie zerbrochene, ausgefaserte Stöcker oder Äste, dachte ich schon, dass ein bisschen mehr Pflege - bzw. weniger Haarefärben - doch ganz gut wäre. Brutal!
(und auch ein wenig eklig, was man da für totes Zeug mit sich rumträgt. Aber für abstrakte Bilder ganz gut.)

Samstag, 9. Oktober 2010

Löschen wir doch das Burnout einfach. gif.

Ach, wie man immer Sachen vor sich herschiebt... SO ein Haufen zu tun, und der Haufen von zu erledigenden Dingen wird und wird nicht kleiner...
Diese Ferien musste ich nun wirklich EINIGES an Unikrams erledigen. Unter anderem musste ich auch mein Werkbuch für ein Raumgrafik (so gebastelte, abfotografierte Sachen)-Seminar abgeben. Wir sollten ein Plakat zum Thema Bachelorstudium machen... Ich habe mehrere Versionen mit einem "Studentenhampelmann" durchprobiert. Da man meinen Hampelmann sehr vielseitig verwenden kann, (und er so lustig aussieht) habe ich auch einen Stopmotionfilm zum Thema BURNOUT "gedreht, bzw. fotografiert. Ich konnte mein Werkbuch aber nur in gedruckter Form abgeben, deswegen ist die wirkliche "Verfilmung" lange nicht enstanden. Aber jetzt, am Ende der Ferien, bin ich so wenig geburnoutet, dass ich mal Zeit hatte.
Ist übrigens ein animiertes gif. (mit AniMake2. Fotos normal Kamera, Stativ, Pappe. Hatte noch keinen Fernauslöser, deswegen wackelt alles immer.:) ), Video wäre natürlich auch gegangen, aber so ist praktischer. Programm und Technik ist sehr zu empfehlen!!
Hier nochmal die "Pointe": :)

Freitag, 8. Oktober 2010

Fanfeeling auf Buchmesse

Das links ist Richard David Precht. Kennt man vielleicht von "Wer bin ich, und wenn ja wie viele". Ich war eine Zeitlang in der StudiVZ-Gruppe "Richard David Precht - Ein Traum", er ist zwar wirklich wissenschaftlich (Doktortitel) und alles, aber mit 46 für einen publizierenden Philosophen recht jung und durch sein Aussehen - längere Haare, lockeres offenes Hemd, Cowboystiefel - hat eher fast schon Bravo-Posterqualität. Ich finde seine Gedanken wirklich SEHR gut, aber auch ich bin zu seinem Podiumsgespräch bei der Frankfurter Buchmesse (war am 7.10. da) gegangen, weil ich einen Star sehen wollte, nicht nur, weil das Thema "sind wir nicht alle ein bisschen ego" mit dem Professor Metzinger interessierte (das aber auch).
Philosophische Kolloquien dieser Art (hier gab es aber kein Publikumsgespräch) kenne ich zu genüge aus der Uni. Und sie machen mir Spaß. Trotzdem war ich aufgeregt, Precht zu sehen -  als er auf die Focus-Forum-Bühne kam, war ich aber doch leicht enttäuscht, er sieht leicht "zerdetscht" aus, jedenfalls ist seine Darstellung in den Medien besser. Er machte es aber wett durch die Sachen, die er sagte, und das auf dem gleichen Niveau wie Metzinger  (Nebenbei sowas wie "Sätze wie 'Wir brauchen mehr Vertrauen in der Gesellschaft' sind leere Floskeln, die einen nur beim Publikum beliebter machen sollen und es sollte in den Schulen ein Fach zur Bewusstseinsbildung eingeführt werden" usw.). Seine Selbstpräsentation bleibt aber gegenüber dem "spießigen" Professor lässig. Normalerweise bin ich eine der jüngsten in der Uni bei freiwilligen Koloqien, typisches Publikum sind eher Männer mit weißen Haaren und diesen Sakkos mit den Ellbogenflicken. Davon habe ich bei dem sitzenden Publikum aber nur 5 gezählt (von 57, 8 weitere Männer). Im Gegensatz dazu aber 44 Frauen (Das sind über 77%!!)! Und die Stehenden waren fast ausschließlich weiblich, viele auch in meinem Alter mit bunten Klamotten und lockigen Haaren, die Alternativ-Öko-Kunst-Philo-Szene in etwa.
Die meisten scheinen sich aber in ihrer Erwartung des Starphilosophen getäuscht zu haben: für Sätze wie "...die erforderliche Implementation der Kategorien der Biologismen in die ethische Debatte..." konnten die meisten ihr Anhimmeln nicht aufrechterhalten und gingen gelangweilt.
Es ist wirklich erstaunlich, so so viele Frauenfans zu Precht kamen, denn das typische Publikum der Messe sah anders aus: viel Asiaten, Männer meist im Anzug, Frauen meist schick und in superhohen Schuhen (ich sprach hier wie gesagt von Ökos).
Für mich qualifizierte sich Precht nicht nur durch sein Aussehen, sondern auch durch sein Wissen. Ich finde es aber gut, dass die Mädchen, die sonst  durch seine Bücher das Gefühl haben, so schön philosophisch-tiefgründig-nachdenklich-anders zu sein, merken, dass echte Philosophie vielleicht doch nichts für sie ist.
 Für mich war der langweiliger aussehende Fachprofessor übrigens interessanter, da er sich auf Hirnforschungskrams spezialisierte.
Ich war aufgeregt, weil ich meinen Star Precht sehen konnte - und es ging mir vorrangig ums Aussehen, denn Texte kann man auch zu Hause von ihm genug lesen. Früher hat man sowas bei seinen Lieblingsbands gemacht, zu einer Veranstaltung reisen, um sie zu sehen - denn hören kann man sie auch zu Hause.
Es gab auch Stände wie bei Festivals
Nach einer Weile reist man dann zu Festivals, um gleich mehrere Bands zu sehen und neue kennen zu lernen. Ich bin nicht mehr so fanatisch Musiker-Fan, jetzt geht's mehr in Richtung Autoren. Also war die Buchmesse das neue Musikfestival für mich - Bücherfestival (Es waren natürlich noch andere Stars da. Nazan Eckes, Elke Heidenreich, Live-ARD-Moderation, Tommy Jaud usw. hab ich gesehen, einen Tag später war mein Liebling Stefan Klein dort.). Im Sommer war die Autorin Alexa Hennig von Lange in der Uni, und als ich mein Buch signieren ließ, war ich so aufgeregt, wie mit 14, als Bela B. von Die Ärzte an mir vorbeilief.
Früher liebte ich Hollywoodschauspieler (ging ins Kino) und Star-Musiker (ging auf Konzerte oder Festivals), jetzt liebe ich Bücher (geh auf Buchmesse). Mal sehen, was für Festivals und Stars mich in ein paar Jahren anmachen, ich hoffe nicht "der rassigste Hausdackel" oder sowas. Jedenfalls ist es besser, nach dem Inhalt und nicht der Oberfläche zu gehen.

Es gab aber noch eine Verbindung von Stars und heimischer Uni: Ich fand einen Comic eines Dozenten. MAWIL war zwar nur Gastdozent, ich hatte aber im Sommer einen Comicworkshop bei ihm. Und in dem Comic "die Band" stellte sich heraus, dass er ganz ähnliche Erfahrungen wie ich selbst damit hat, plötzlich Bass in einer Band zu spielen (und sich die Blasen davon aufzustechen, siehe Bild).
War ein großer Zufall, denn das Gelände war SOWAS VON GROß. So ein Festival mit 2 Bühnen und ein paar Ständen ist da noch überschaubar.
Es gab nicht nur MASSEN von Büchern (links), sondern SO viele Stände... Hauptsächlich von Verlegern. Mehrere Hundert in einer Halle. Man konnte sich also längst nicht alle anschauen, schon gar nicht intensiv. Ich lief immer durch die Gänge, auf der Suche nach Werbegeschenken (habe nur 2 Kugelschreiber bekommen:( ). Letztendlich sind Festivals (Bands) also doch besser, da vor der Bühne sitzen was anderes ist, als sich zu informieren. Denn zum Lesen kommt man kaum. Insgesamt schien die Messe aber eher für Verleger, Autoren, Illustratoren zu sein - also geschäftlich anstelle von freizeit-genießen. Na ja.
Bei einer Pause kann man doch mal schön genießen. Bloß merkt man da dann doch, dass auf einem Festival einfach eine lockerere, buntere Stimmung herrscht.


Dienstag, 5. Oktober 2010

die sonne schien für jeden einzelnen grashalm.

... Und wenn ein schöner Tag zu Ende ist - also vorbei, Vergangenheit - kann das auch schön sein.

Sonntag, 3. Oktober 2010

zimt und zucker nur für pfannkuchen?

Na ja, Pfannkuchen sind wohl eher was für Mondgesichter - ich rede immer noch über Darstellungsformen. Auch wenn ZIMT eigentlich - ja was eigentlich? - was nicht besonders Tolles oder na ja, lecker, zu gewissen Zeiten teuer, aber nichts wirklich "männliches" oder so. Na ja, aber mann muss ja anfangs nicht nur auf die Konnotationen, sondern auch mal auf die Farbe achten. Haarfarbe.
Übrigens: ich dachte, es würde ein nettes Duftbild. Es riecht aber nicht nach heimeligen Pfannkuchen, sondern nach dem richtig schön dick aufgetragenen Flüssigklebstoff. (Eigenschaft=Droge? Da haben wir es ja. und das hatten wir auch schon beim Zucker ;) )

süße Pappe

... wenn man süße Motive hat, kann man sie doch auch einfach süß darstellen: materiell-süß könnte man es also machen. Basis allen Süßen ist... Zucker.
Ich muss sagen, süß ist eigenltich eher meine Katze, über "Jungs" redet man nur im Boygroupzeitalter so.
Durch was für Materialien stellt man also einen bestimmten Menschen dar? Vielleicht Holz, Stein, Watte, Salz, Pfeffer, Eisen... aus der Pfeffer-Sache ließe sich was machen, ich mag zwar Pfeffer, aber wenn ich ihn z.B. in der Nase habe, muss er weg.
Perfekt wäre Zucker für ein "nettes" blondes Mädchen, da man mit richtigem Licht das so schön glitzer-Edelsteinmäßig fotografieren könnte. Also: wertvoll.
... Man könnte sich weiter Materialien und Motive zusammendenken, aber: to be continued usw.

Mittwoch, 29. September 2010

Dekorationsbild von Dekorationsblume

Ich habe heute etwas gelernt: Das auf dem Bild ist eine "Strohblume" und die kann man trocknen - sie zerbröselt aber nicht und behält lange ihre farbe. super deko.
natur, die schöner ist als plastik - und wenn die schönheit vergangen ist, ist es bestimmt schon wieder bald sommer.

der andere blick auf ...katzen gelingt selten

so, hier:
einfach mal ein anderer ausschnitt des "geliebtes-Haustier-Portraits".
denn vor allem bei katzen wird ja gerne der fokus auf die wunderbaren mystischen augen gesetzt.
aber okay, das kann ich natürlich auch:

hier mit ganz kleinem stern auf der strich-pupille.


na ja, also ich beschäftige mich insgesamt gerne mit typischen klischee-darstellungen (fotos) von dingen. deswegen versuche ich immer, typische motive anders darzustellen (auch wenn es mir auch spaß macht, klischees nachzumachen. denn das zu erreichen ist oft nicht leicht. dann merkt man, wie viel arbeit doch hinter solchen nervenden bildern steckt.) - geht aber meistens doch schief. bei dem auge sieht man noch einmal, dass ich gerne Motive abstrakt darstelle - also das man vielleicht gar nicht mehr weiß, von welchem Objekt das ein Ausschnitt ist. Na ja, dann mal ein weiteres der vielen Haustier-Portraits im internet:

supermakro - balgengerät - tautropfen

(ihr könnt gerne auf das bild klicken. dann erscheint eine große ansicht. nochmal klicken, dann wird's noch größer. in dem zweiten bild könnt ihr in dem tropfen sogar sehen, wie sich da unser haus spiegelt. :) )
Also ich bin ja stolz darauf, dass ich ein BALGENGERÄT für meine Kamera habe - und damit auch noch umgehen kann. Aber damits nicht zu insider-angeberisch klingt: was ist das?
Eine Art Objektiv, für Makro-Fotografie. Analog, das heißt, ich kann es zwar mit einem Adapter an meine digitale Spiegelreflex anschließen, muss aber verschlusszeit, blende, iso usw. selbst einstellen. und auch selbst fokussieren. das ist kompliziert, denn:
das Balgengerät: sieht aus wie so ein blasebalg in einem stativ, in der mitte ein objektiv in retro-stellung, also umgedreht, unten das objekt, oben die kamera. also wird der abstand der objektivlinse zum kamerasensor durch den balgen vergrößert - deswegen kann man so superkleine sachen so groß abbilden.
Es wird etwa ein 1,5x1cm großer Ausschnitt abgebildet, den kannst du durch den sucher sehen. aber da der schärfentiefebereich bei noch nicht mal einen millimeter liegt, dauert es, bist du dein objekt gefunden hast - man muss ewig hoch und runter fahren, bis man es findet, da außerhalb des schärfentiefenbereich alles so unscharf ist, dass man es nicht einmal sieht. na ja. und die blende muss für ein scharfes bild natürlich klein (22) sein, die vorschau wird durch den minimalen lichteinfall allerdings schwarz, sodass man erst bei großer blende (3,5) das objekt suchen muss, dann die blende verkleinern, dann mit fernauslöser ca. 2-6 sekunden belichten.
na ja, blabla, fachgelaber. Ich wollte sagen: Es ist schwer, so ein makrobild hinzubekommen, so ne tolle ausrüstung allein reicht nicht (weil man das bestimmt denkt oder mir vorwirft).
Jedenfalls, schade finde ich, das bei so makro-klassikern wie tautropfen die bilder einfach wie von irgendwo kopiert, oft gesehen, wirken. trotzdem: immer wieder faszinierend, die foto-klischees auch mal selbst hinzubekommen.
So, nach den Grashalmen hier nochmal mit fast ohne sättigung auf einem Rosenblatt:

Montag, 27. September 2010

Atheismus verleiht deinem Leben Sinn;)


Ich schreibe gerade mein letztes schriftliches Essay für diese Ferien, und bei der Recherche - es geht um Jean-Paul Sartre - habe ich ein nettes Zitat von ihm gefunden. Ich bin ein großer Fan von ihm, aber ich lasse das Folgende mal wertungsmäßig unkommentiert:

"...Es tut mir sehr leid, dass dem so ist; aber da ich Gottvater ausgeschaltet habe, muss es wohl jemanden geben, der die Werte erfindet. Man muss die Dinge nehmen, wie sie sind. Und übrigens zu sagen, dass wir die Welt erfinden, bedeutet nichts anderes als dies: das Leben hat a priori keinen Sinn. Ehe Sie leben, ist das Leben nichts, es liegt bei Ihnen, ihm einen Sinn zu verleihen, und der Wert ist nichts anderes als der Sinn, den Sie wählen.[...] Selbst wenn es einen Gott gäbe, würde das nichts ändern."
(J.P. Sartre, Ist der Existentialismus ein Humanismus? (1945) S. 63f.)

Sartre. Hat wirklich einen verrutschten Augapfel.
...Es geht also darum: Ähnlich Nietzsche: "Gott ist tot" und in eigenen Worten: Gott ist überflüssig.
Gott ist nach Sartre der "Handwerker" der sich ein Konzept "Mensch" denkt und dann danach baut - Sartre sagt aber so eine Art von Determinismus gibt es nicht, wir entwerfen uns selbst und können uns nicht solche Entschuldigungen ausdenken. Sein Schlüsselsatz ist "wir sind verurteilt zur Freiheit" - heißt nicht, dass wir nicht in bestimmte Umstände geboren sind oder dass wir willkürlich alles tun könnten - wir sind für alles verantwortlich, was wir tun - oder auch nicht.   Na ja. Also, dass er UNS als Wertesetzer sieht ist nicht atheistisch-böse gemeint (atheistisch schon) sondern optimistisch: Wir HABEN die Chance. Aber man kann eben nicht an sich sagen, was gut ist, oder ob ein Ding einen Wert hat. Jedenfalls sollte man sich nicht nach irgendwelchen Richtlinien richten und sein Leben so leben, wie man es am besten findet, das ist eigentlich gemeint. (!!!!!!!!)

Sonntag, 26. September 2010

Leben in den Museen

Museen sind suuuperlangweilig und man wird dann da mitgeschleppt und muss sich den ganzen verstaubten Kram reinziehen.
Na ja stimmt, diese Konnotation bekommt man wohl nicht weg. Aber eigentlich schade: denn vor allem bei den historischen Ausstellungsstücken kann man richtig was erleben - wenn man Fantasie hat. Hier eine Kutsche, aus dem Schloß Oldenburg.
Erst mal: die ist tatsächlich früher HIER rumgefahren! und da waren Könige drin! Na ja, nicht Könige, eher ein Herzog, aber trotzdem. Außerdem ist drumrum noch die passende Kleidung ausgestellt. Man muss sich da nur reinimaginieren können. Das funktioniert aber nicht, wenn gleichzeitig "zeitgenössisch" verkleidete durch die Gegend laufen, wo man einfach nur sieht, dass sie Kostüme tragen. Na ja, bleiben wir bei den Historienfilmen - natürlich mit denen, die schöne Schauspieler haben wie Ritter aus Leidenschaft und so weiter.