Freitag, 29. April 2011

Doppelte Langeweile

Laaaaangweilig... *gähn* *haarezwirbel* *nägellackier* *nägelguck* *läster* *stöhn* *ächz* *seufz* *mecker...
Beim Illustren Abend 2011 der Cäci saßen vor dem ersten Vorhang (bzw. vor dem Start des Abends) zwei hübsche Mädchen auf der Bühne und zeigten dem Publikum, wie langweilig ihnen war - denn die ganzen Leute saßen ja nur rum und hatten nichts zu bieten.
So okay, darum geht's eigentlich gar nicht, ist einigermaßen zufällig, dass ich jetzt diese Fotos verwendet habe (die Bilder von dem Bühnenabend hätte ich sonst nicht verwertet) - ich wollte nur ausprobieren, mit Photoshop analoge Mehrfachbelichtungen (zwei Mal den gleichen Teil des Films belichten, also übereinander) mit bunten Farben (Stichwort Lomographie, meine derzeitige Hauptsucht) nachzumachen (mehrfach kombiniert).
Ein Wirrwarr der Langeweile.
(Aber die beiden Mädels sind natürlich alles andere als langweilig! toll:) )

Samstag, 23. April 2011

Das Auge im Zentrum

"Der Mensch ist der Besitzer und der Herr, das Tier hingegen, sagt Descartes, nur ein Automat, eine belebte Maschine, eine "machina animata". Wenn ein Tier wehklagt, so ist dies kein Wehklagen, sondern das Quietschen eines schlecht funktionierenden Mechanismus. Wenn ein Wagenrad quietscht, so bedeutet das nicht, dass der Leiterwagen leidet, sondern dass er nicht geschmiert ist. Genauso haben wir das Weinen eines Tieres zu verstehen und uns nicht zu grämen über den Hund, der im Versuchslabor lebendigen Leibes seziert wird." (Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (1984) Frankfurt a.M.: Fischer 1987: S. 276)
"Teresa streichelt Karenins Kopf, der still auf ihrem Schoß ruht. Sie überlegt sich etwa folgendes: Es ist kein besonderes Verdienst, sich den Mitmenschen gegenüber korrekt zu benehmen. Teresa muss sich den Dorfbewohnern gegenüber tadellos verhalten, weil sie sonst auf dem Dorf nicht leben könnte.Und Tomas gegenüber muss sie sich liebevoll verhalten, weil sie ihn braucht. Man wird niemals mit Sicherheit feststellen können, inwieweit unsere Beziehungen zu anderen Menschen das Resultat unserer Gefühle, unserer Liebe, unserer Unliebe, unserer Gutmütigkeit oder Bösartigkeit sind, und inwieweit sie durch das Kräfteverhältnis zwischen den einzelnen Menschen festgelegt sind."
"Die wahre menschliche Güte kann sich in ihrer absoluten Reinheit und Freiheit nur denen gegeüber äußern, die keine Kraft darstellen. Die wahre moralische Prüfung der Menschheit, die elementarste Prüfung (die so tief im Inneren verankert ist, dass sie sich unserem Blick entzieht) äußert sich in der Beziehung der Menschen zu denen, die ihnnen ausgeliefert sind: zu den Tieren. Und gerade hier ist es zum grundlegenden Versagen, dass sich alle anderen aus ihm ableiten lassen." (Kundera S. 277)
In seinem Buch "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" lässt Milan Kundera seine weibliche Protagonistin Teresa am Ende über Tierethik nachdenken, die (wie Nietzsche, als er ein Pferd umarmt, aber das führt jetzt zu weit) von der "Straße ab[weicht], auf der die Menschheit als 'Herr und Besitzer der Natur' vorwärtsmaschiert" (Kundera S. 278). 
Eigentlich wollte ich nur ein Zitat präsentieren, muss aber noch ein wenig Philosophiegedöns hinzufügen: Kant würde den Tieren die Vernunft absprechen, und sie deswegen in seiner Ethik, dass jeder als Zweck behandelt werden sollte, nicht berücksichtigen, wo hingegen John Stuart Mill in seinem Utilitarismus jedes leidensfähige Wesen berücksichtigen würde. 
Na ja, im Anschluss daran einfach mal ein kleines Projekt von 2009: Da habe ich viele Tiere fotografiert und auch immer gerne ihren Blick in die Kamera. Wenn man ihnen einen Blick zuschreibt, sieht man sie als Subjekte. Also nicht als Objekte! keine "machina animata"!! Und Anthropomorphisierung nennt man das, wenn man ...Wesen menschliche Eigenschaften zuschreibt, weil man nicht aus diesen seinen eigenen Erklärungsmustern herauskommt.


































"And you you and you and you are just an animal developed into" (Johnossi - Man must dance"

Montag, 18. April 2011

so viel Licht! (für Blüten und Kameras)

Was alles beginnt und bald kommt: Frühling, Sommer, Ostern, wolkenfreier Himmel, Grillen, Röcke, schwitzen, Fahrradfahren, Nächte, Osterfeuer, Schmetterlinge, grün, Ferien, Rennen, Luft, rot, Wolken, Blüten, Sonne, Bier, Genießen, Sonnenbrillen, Osterglocken, Blätter, Eis, Trinken, Wind, Bücher, Decken, Gras, Strand, See, schwimmen, Sand, Fühlen, gelb, Blätter, Wasser, Wärme, Wassermelone, Spritzer, Cocktails, T-Shirts, Zehen, Rücken, Glitzer, Freizeit, Saft, Gepäckträger, Gitarren, Würstchen, Lagerfeuer, Züge, Ferne, Gesang, blau, Pferde, Haare, lachen, bunt, sein.

Ja genau, wie schön das ist! Launen, Lebenserfahrungen, Möglichkeiten etwas tolles zu machen sind natürlich nur von ein paar meterologischen Gegebenheiten abhängig, sodass unumgänglich die Jahreszeit der Freude und Liebe auf uns zu kommt.
Was aber objektiv toll ist: So ist genug Licht für mein Objektiv (haha. also für meine kleine Holga-analoge-Kamera, die keinen guten Blitz hat) da. Und so wird meine Freude an schönen Motiven, die man gut "ablichten" kann, analog zu der an warmen durch-die-Gegend-fahren gestillt.
Zu diesen Bildern: alle analog gemacht, das besondere: Doppelbelichtungen, das heißt ein Stück Film mit zwei verschiedenen Motiven übereinander belichtet. Das geht digital nicht! (Okay, mit Photoshop.) Genausowenig die Sprockets am Rand oder diese bunten Farbflecken. (Okay, mit Photoshop. Aber diese genialen Zufallsergebnisse sind unvergleichlich;) )
Also: doppelte Bilder gleich doppelt guter Frühling für mich. Juhu!























Sonntag, 17. April 2011

Nachts durch Hamburg laufen.

Hamburg!
Nachts.
genauer:
Lange Nacht der Museen in Hamburg. 
War super! Man kann ja "schnell mal eben" hinfahren mit dem Zug.

Freitag, 15. April 2011

2 Jahre im richtigen Film

video
Bio-LK-Video von 2009!
Es geht um anthropomorphisierte Aktionspotentiale (in heteronormativer Darstellung : P )
1.: Gestern war ich beim "Illustren Abend" der Cäcilienschule - das ist ein Bühnenabend, wo Abiturienten was vorspielen und singen etc. um Geld für den Abiball zu verdienen bzw. die Cäci, da hab' ich auch mein Abi gemacht. Und natürlich auch vor zwei Jahren an diesem Abend mitgemacht - Nostalgie.
2. Meine letzten Tage wurden durch einen fiesen PC-Wurm lahmgelegt (alles wieder okay. jetzt.), und bei der Datensicherung fand ich alte Sachen.
Also: Hier:
Dieses Video habe ich mit dem lieben J. für MEINEN Illustren Abend zum Abi 2009 zusammengeschnitten (Motto: Cäci productions proudly presents: Abitur 2009 - 13 Jahre im falschen Film"): Aktionspotential Productions proudly present: BIO-LK 2007-2009 bei Herrn Herken - 2 Jahre im richtigen Film - und wir haben den mittwoch nachmittags im Unterricht gedreht (alles improvisiert!).
Na ja... den Film "muss man mal gesehen haben", "Kinder!" (Zitat :) ) schöne Zeiten damals.
(Falls sich jemand wundert: Ja, ich war im Bio-LK, und auch im Mathe-LK - Naturwissenschaften, auch wenn ich jetzt Geisteswissenschaften studiere etc.)

Freitag, 8. April 2011

hohe gebäude und hohe dynamik

 ... letzte Woche in Hamburg gewesen, an diesem 25° C-Tag. Es gab gutes Licht, und hohe Gebäude - zu Hause gab's dann gutes Photomatix und hohe Dynamik (HIGH dynamic range - HDR-Fotos.)