Mittwoch, 22. Juni 2011

Autos überrollen die Welt

Zwei Fotos (mal wieder analoge Doppelbelichtungen): Auto, das in Hamburg herumsteht + Foto von Stadtmodell im Miniaturwunderland Hamburg. 
+ Auto in Emden und das berühmte Bild mit den Wolken ohne Schatten, was draußen auf die Emdner Kunsthalle gedruckt ist.
Diese Bilder entstehen durch die Schattenseiten des Autos, also, dass nach der ersten Belichtung des Films (Auto) manche Teile noch nicht sehr doll belichtet sind (Schatten, Autounterseite), die eine gute Fläche bilden, damit sich bei der zweiten Belichtung (Miniaturwunderland / Bild) ein weiteres Bild einschreiben kann.

Montag, 20. Juni 2011

Mein Blick verschwimmt. Und Zombies können auch mal stillhalten

Schau genau hin...
Wobei, wie soll denn das gehen mit ZWEI Pupillen pro Auge?
Sieht man dann etwa gar nichts?
Oder überschneidet sich das dann im Gehirn so, dass man sogar besser sieht als mit normalen "Menschenaugen"?
Als allererstes muss ich zu den Fotos sagen: sie sind nicht bearbeitet, außer mit Picasa zugeschnitten. Worum es geht: nicht um Zombie-Portraits von mir in Akfoto-schwarz-weiß, sondern um Langzeitbelichtung und was entsteht, wenn ein Teil sehr ruhig und konstant ist und sich was anderes bewegt (hier: Körper vs. Augen).
Ist gar nicht meine Idee, ich war nicht die erste und ich hab es mir auch abgeschaut: Schon öfters begegneten mir in Fotoausstellungen (diese Retrospektiven, mit dem Gesamtwerk meist, wo dann viele alte analoge s/w Fotos sind) diese Doppelpupillenexperimente. Ich erinnere mich an eines von Herlinde Kölbl, aber vor allem die Reihe "Die Philosophie der Sekunde" von Jürgen Klauke, die ich letztens im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg gesehen habe, (hier zu sehen: http://www.juergenklauke.de/arbeiten/fotografie/1976-1978_die_lust_zu_leben/seiten/1976-1978_die_lust_zu_leben_02.html ) löste einen Handy-Memo-Eintrag aus von wegen "Projekt: Nachmachen", also ist das hier sozusagen eine Hommage an ihn. Dadurch ist auch zu erklären: schwarz-weiß, freie Schultern, Halskette. Ich glaube, er machte gar keine Doppelpupillen, es ging ihm eher um Experimente mit Langzeitbelichtung "1 Sekunde", aber ...trotzdem. (Warum ich das hier mache: ich mache in letzter Zeit viel mit Doppelbelichtung auf analogen Film. Diese Fotos sind digital, aber auch sozusagen doppelt belichtet. So weitet man das alles aus.) Soviel zu meiner Zombie-Philosophie.


Der Blick wird unscharf, verschwimmt...
Hier noch einmal ein romantischer Zombie.

Montag, 13. Juni 2011

Spiegel(n) - Reflexionen

2008 stand ich noch ziemlich auf Indie-Musik und war so von wegen CD-Cover hat bestimmten Look, dann ist die Musik bestimmt auch gut.
Ich glaube bei einem Album der duels (irgendwie glaube ich es war the bright lights and what i should have learned. eher emo-band, album nie zu ende gehört) gab es so Artwork im Booklet, wo schwarz-weiße und bunte Sachen gespiegelt waren und das fand ich ganz toll.
Also suchte ich im Internet typische Motive (für sowas) und schnitt sie mit meinem damaligen Bildbearbeitungsprogramm microsoft PICTURE IT! photo (und meinem damaligen Laptop, also 1000 Abstürze zwischendurch) zusammen, vorher auf diese binären schwarz-weiß-Optik konvertiert.
Abgesehen von dieser Indie-Band-Booklet-Ästhetik hatte ich noch weiter Spaß mit dieser Technik, auf einem Bild Sachen anzuhäufen und dann zu spiegeln:
Dann fand ich es nochmal lustig, die Idee des Spiegelns im Kopf zu behalten und die Gegenstände durch einen Zauberspiegel, mein Gehirn, durchzuschicken und in einer andersartigen, assoziierten "Reflexion" wieder herauskommen zu lassen:

Sonntag, 12. Juni 2011

Rennen... nicht Laufen! bewegte Unbewegte bewegen Bewegung

Vom Raum zur Fläche.
Ein Schachfigurenpferd auf Fotopapier belichtet und dann entwickelt ergibt eine weiße Pferdesilhouette auf schwarzem Grund, da das schwarz wird, wo das Licht nicht hin kommt.
An verschiedenen Stellen hingelegt, wieder diese Pferdefigur, ergibt verschiedene Bilder. Und diese in Reihenfolge gebracht ergeben eine Sequenz. Und nicht meiner Bewegung des Silhouettenerzeugenden Gegenstandes, sondern die Bewegung eines rennenden Pferdes!
Das ganze kann man auf einem einzigen Fotopapier machen, das Bewegen und mehrfache Belichten und Sequenz erzeugen. wie hier:
Dann kann man die einzelnen Teile der Sequenzen auch einscannen und zu einer animierten gif machen, wie das Pferd oben.
Und dann kann man natürlich noch sehr viele Sachen machen auf der Welt, wie Tee trinken, man kann aber auch so mit dem Material umgehen: Die entwickelte Sequenz auf ein neues Fotopapier legen und dann belichten. Heißt: durch die weißen Stellen des Bildes kommt viel Licht, durch die schwarzen nicht. Heißt: aus einem Negativ (das, was hell, Licht ist, ist schwarz) wird ein Positiv (das was hell, Licht ist, ist weiß)!
Und wenn man das ganze dann noch bewegt. kann man den Eindruck von Bewegungsschlieren erzeugen, da nur kurz belichtet nur ein grau ergibt.
also: Bewegung durch...
- Bewegung: Gegenstand ändert Raum-Position
-Bewegung: Gegenstand wird wie in "echter" Bewegung verändert (Reißverschluss aufmachen)
-Bewegung: Mit Formen, die an Menschen erinnern, diese verändern, so dass sie Bewegung schauspielern (Ballspieler)
- Bewegung: Das Bild bewegen und noch mal Bild machen.
-Bewegung: statische Bilder erzeugen durch das Gehirn bewegte Bilder im Gehirn.
 Wo ist bloß der unbewegte Beweger? (über-1000-Ecken-Aristoteles-Anspielung.)
Etwas ist unbewegt und erzeugt Bewegung.

Freitag, 10. Juni 2011

Supersampler die Erste























Und mal wieder heißt es: Juhu, neue Kamera!
Und zwar eine Supersampler (wieder so eine Lomography-Sache)
So sieht sie von vorne aus:
Also: Blaues, aber billiges Plastik. Und vier Linsen, nicht nur eine.
Ich habe schon länger eine Actionsampler (http://nervusopticusdigital.blogspot.com/2011/03/actionsampler-die-erste.html), die kann auch vier Fotos auf eines machen, aber nicht als Panoramastreifen wie hier, sondern vier im Standard 2:3 bzw. 3:4 Format und mit kaum einem zeitlichen Unterschied,
bei der Supersampler werden die vier Bilder innerhalb von 2 Sekunden gemacht, sie rattert also im 1/4-Sekunden-Takt. Und dabei kann man sie natürlich konstant halten oder bewegen - und das Fotografierte kann auch konstant oder bewegt sein (Beispiele für diese 2x2=4 Kombinationsmöglichkeiten hier.
Spaßrumschießen für den Sommer!






















Mittwoch, 8. Juni 2011

Figuren hinter Glas

STADT
ein Ort für Freundschaften, Arbeit, Alltag, Freizeit, Konsum... und vor allem für Mode.
"in die Stadt gehen" ist beinahe Synonym mit "Einkaufen", "Shoppen" gehen (Wenn auch jetzt keine Bijunktion, nur eine häufige Implikation.) Und die Idee für die Figur, zu der man sich mit neuen Artikeln wandeln will, die Vorstellung eines Charakters, den man mit gekauften Attributen anzeigen will - hat man vielleicht nicht nur durch sich selbst und den Freundeskreis, sondern durch Fernsehfiguren, Models, Schauspieler und auch von Schaufensterpuppen von Modelabels. Figuren hinter Glas eben.
... Unglaubliche Coolness.
Doch, was verbirgt sich hinter den Figuren? ...gibt es eine Seele, individuell, mit ECHTER Persönlichkeit, dahinter?
Echtheit.
Unechtheit.
Weichheit, Lebendigkeit.
Kühle. Härte.
Vorbild und Nachbild.

Sonntag, 5. Juni 2011

Bands bestehen aus vielen Einzelnen (Big)

Big Band Konzert in meiner lieben alten Cäci.
4 Sängerinnen waren's diesmal, ein Sänger, und dann noch viele einzelne Instrumente - die die Band bildeten.
Ich weiß nicht, wie viele Male ich z.B. "You can Leave Your Hat On" schon auf dieser Bühne von verschiedenen Leuten performt gesehen habe (seit 2002 eigentlich jedes Jahr?). Aber: sie haben gerockt:)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Weichheit lässt einen manchmal klein erscheinen - auch wenn man groß ist

Es ist schon wieder so warm, dass man tatsächlich am Strand liegen kann. hab ich noch nicht gemacht, aber bald, das leben ist schön.
oben: das sind natürlich keine menschen, also sand wäre ja auch feiner, auch wenn das oben echter sand ist - das sind so mini-modellfiguren. aufgenommen etwa 2009 im klimahaus bremerhaven.
morgen werde ich mal das miniaturwunderland hamburg besuchen - deswegen habe ich für mich zur einstimmung alte minifotos herausgesucht.

man kann ja sehen, dass auf den bildern nur ein ganz kleiner bereich scharf ist und der rest unscharf. das ist so eine eigenart von makrofotos, kaum tiefenschärfe. fotos von einer landschaft haben ganz viel tiefenschärfe, aber keine unscharfen bereiche.


Wenn nun diese eine bestimmte Eigenart der geringen Schärfentiefe von Makrofotos in denen von großen Dingen zu sehen ist, denkt man vielleicht, es würde auch eine Miniaturwelt abgebildet.
...Worum es geht: mit Photoshop Unschärfe-Ebenen nachbearbeiten.                                                   nebenbei gibt es auch tilt-und-shift-objektive, mit denen man das auch direkt an der kamera erzeugen kann, aber das nur am rande.
...und: <3 hamburg.