Mittwoch, 31. August 2011

Strich für Strich werde ich wieder sichtbar.

Wie es dazu kommt: 2 Pastellkreiden, eine Linealecke zum Kratzen, ein VorBild - mich - und 15 Minuten Freizeit nach einem gutem, aber langen Tag mit ganz viel Kindern im Kunstunterricht beim Schulpraktikum.

Mittwoch, 24. August 2011

Verwandlung

darf ich vorstellen, ab heute eine neue pia:
Ich bin aus Textil, aber natürlich wird mein Lieblingsaccesoire, eine Kamera, nie fehlen.
(Thema: ab heute Drittfach Materielle Kultur. yay!)
Puppe aus diversen Stoffen, Wolle, Draht, Perlen und Watte, ca. 30cm.

Dienstag, 23. August 2011

verzeichnung. versuchtes anblicken des vielfotografierten rolands

Uff, dachte ich mir, als ich vollständig damit beschäftigt war, die touristen zu fotografieren, die die bremer sehenswürdigkeit bzw, den roland, massenweise abfotografierten - uff, weil ich absolut keine lust hatte, auch eines dieser massenfotos zu schießen. und mir dafür auch noch mühe zu geben, von wegen: guter winkel, abhebung vom hintergrund (hier doof: verschmilzt mit häuserfassade, optisch, usw.)
ich gebe zu, sogar beide male, als ich in berlin war, rannte ich zum brandenburger tor und machte fotos von der touristenattraktion. und ärgerte mich, dass ich nicht anders konnte. wahrscheinlich brauche ich dieses "ich war da gewesen" und "ich habe mir die kultur angeeignet" und "ich habe es AUCH gesehen" beim roland nicht, weil bremen sehr nah an meiner "heimat" liegt und deswegen nicht wirklich "fremd" oder ein reiseziel ist. na ja.
das problem jedenfalls: wahrzeichen, insbesondere dieses ganze kunstgedöns von wegen statuen, architektur und so bzw. das, was irgendwelche herrscher von früher mit viel geld von arbeitern erbauen ließen, um sich und den reichtum ihrer stadt zu verewigen und eben sich ein denkmal zu setzen, verkommen leider für die meisten zu einem reinen zeichen. zum symbol für eine stadt, für einen fernen ort. und ein foto davon zeigt jedem sofort, dass er in die ferne stadt gereist ist, dafür geld ausgegeben hat usw. - ein foto im tollen restaurant könnte ja überall geschossen worden sein. ...und es ist ein wettlauf der sammlung von solchen zeichen: dort, dort, dort bin ich auch schon gewesen.
was aber vergessen wird: neben diesem zeichen für die stadt, für macht, reise, ferne usw. stellt sowas wie eine statue ja eigentlich etwas dar. z.B. der roland soll irgendwas mit freiheit und so bedeuten, was irgendwie toll von und für bremen sein soll, aber diese abstrakte symbolik meine ich jetzt nicht: da wird ein mensch dargestellt. und das schon ein wenig übertrieben:)
übertragen auf heute, möglichkeiten- und medienwandel impliziert: das ist in etwa so, als wenn wir nach berlin fahren und dann zum reichstag und so gehen würden und dann hängt da an der außenwand ein wirklich riesiges, also sagen wir 20x30 m großes plakat von angela merkel. so richtig schon übertrieben und imposant dargestellt. okay, nicht dass es das nicht gäbe, politiker (und natürlich stars) sieht man viel zu oft und viel zu groß auf werbewänden, aber: da wird einfach mal ein viel zu großer mann mitten in die gegend gestellt.
...ich wollte dann einfach mal wissen, was genau eigenlich ursprünglich (also nach der ganzen zeichenbildung - oder barthschen mythosbildung) dargestellt wurde - und ging ausnahmsweise mal ab von meinem lieblingsmedium fotografie und zeichnete mit stiften mit aquarellverschmierfähigkeit den herren ab. und sah einen großen mann mit großem schwert und großem schild, unter einem krassen königsdach (wobei ich an asterixfilme denken muss, wo cäsar mit einem zeichen, daumen nach unten, unter so einem dach sitzend entscheidet, dass der gladiator nicht überleben soll). zeitreise, wertereise, sichtreise, sichweisereise, war spannend. (nebenbei, der blick des rolands ist eigentlich unglaublich LIEB, was ziemlich krass ist mit der ganzen rüstung und so, aber ich war so umgehauen von dem ganzen imposanten herrschaftskrams, dass er ein wenig ..mächtiger wurde.)

Die Kunst des Reisens. Wir alle können sehen

 yeah!
ein cooler junger typ, fetzige gel-iro-frisur, aufreißendem bärtchen, harter sonnenbrille und einem handy auf dem neuesten stand der technik, das zeigt, wie sehr cool und in mode er ist -
genau dieser typ interressiert sich beSTIMMT für die architektur dieses gebäudes am bremer markt, welches er gerade abknipst.
ich weiß noch nicht einmal, welche sehenswürdigkeit er sich da während seiner reise aneignet, sie mit nach hause nimmt um seine freunde und verwandte neidisch zu machen, dass sie dieses abgefahrene teil nicht auch mit eigenen augen (bzw. mit dem eigenen handy) sehen können - es ist jedenfalls nicht das rathaus, aber es ist an dem touristenplatz, markt, mit dem berühmten roland. vielleicht ist es gar kein "wahrzeichen". aber es ist groß und sieht alt, imposant und wichtig aus - wichtig, um es abzuspeichern. denn mit offenen mund steht niemand davor, nur mit offener kameralinse.
...ich kam gerade aus einer umwerfenden ausstellungen mit fotos von reisen ("wohin geht die reise?" im paula-moderson-becker-museum), wollte das thema umsetzen, mit meiner für inspirationsmomente immer in der tasche seienden kamera  und sah dann leider nur dieses ewig gleiche reisen, ewig gleiche fotografisch dokumentieren. (ekelhaft:) )
der roland, diese statue, war das lieblingsfotoobjekt. genauso wie vorm brandenburger tor - bloß kleinere dimension - wurde hier beweismaterial für das höchstindividuelle reiseerlebnis gesammelt:
...und diese sammler sammelte ich einfach mal. 
(schwarz weiß, weil die fotos nicht schöne farben hatten, doofes objektiv. soll nicht einen retro-schönheit-melancholie-touch machen.)
natürlich fotografierten sie alle in dieselbe richtung, da alle den roland fotografierten. ging sehr schnell, die fotos zu machen, war voll. einmal stand ich aber auf der anderen seite, also diesmal mit anderer fotografierenden-perspektive:
manchen reicht das handy, für manche muss es doch die große spiegelreflex sein. manchen reicht auch das nicht, zwei kameras müssen her:
Aber: man reist ja nicht alleine. wer macht das schon?
und man erlebt die tollen gesehenen sachen ja auch nicht alleine. genauso wenig, wie zwei kameras reichen, reicht es auch nicht, dass nur einer die statue (aus einer langweiligen perspektive ;) ) fotografiert, man genießt den augenblick, indem man sich vor dieses atemberaubende ding stellt und,  na ja, den moment festhält:
manch ein reisepartner ist aber langweilig. er möchte lieber zeit mit dem partner verbringen, als diese dinger abzuknipsen. ja, da muss man aber schon dem künstler seinem freiraum geben - und ein wenig warten (bzw. das bestaunte mitbestaunen):
 
 ...manchmal bestaunt man als reisepartner aber nicht nur die sehenswürdigkeit, sondern vor allem, wie toll der tolle andere fotografieren kann. neidisch?
ja ja, die kamera. immer gut als zeichen für künstlerischen blick und die macht, das bereiste land zu erobern.
meistens liebt man seine reisepartner und fotografiert sie gerne.
oder man liebt sich selbst und will ein andenken davon, dass man (selbst sehr toll und sehenswürdig) an diesem tollen ort gewesen ist. also: pose vor der sehenswürdigkeit (alle stehen vorm roland) und ab geht's. ...natürlich geht's nicht jedem um selbstdarstellung. dieses ritual des sich davor stellens gehört einfach dazu. eine besondere art des sich aneignens, ein sicheres zeigen des ich-war-dagewesens. und die traumhafteste erinnerung!!
(hiermit möchte ich mich noch weiter beschäftigen. Interessant: die Pose, lächeln, smile, happy und dann das auflösen. entweder fällt das gesicht zusammen, der stress wird sichtbar - verdammt, lass uns endlich weiter oder verdammt, kannst du blöder eigentlich keine kamera bedienen - oder: welche leute mir sympathisch waren, der spaß in der gruppe geht weiter und wird locker, weniger steif. ...ich will nämlich eigentlich gar nicht alle individuen über einen kamm scheren und einen ekel über eine gleichförmigkeit der masse ausdrücken. es gibt sympathien (und ausnahmen)! aber eben auch antipathien.)

Dienstag, 16. August 2011

Magritte sieht Kugeln im Himmel fliegen

...ein weiteres Ergebnis meines Magritte-mit Photoshop-nachmachen-Projektes.Ein Foto von mir vom Himmel über Hamburg, habe hierbei viel über Schattierungen und das Radiergummiwerkzeug bei Photoshop gelernt.
Ein Zwischenschritt beim rumbasteln.
René Magritte: Wolken und Schellen (1951)
Und hier noch einmal das originale Vorbild, (Gemälde - kein Foto) von René Magritte, "Wolken und Schellen von 1951 (eingescannt aus "Magritte kompakt").

Sonntag, 14. August 2011

Verschmelzen mit der Diana

ganz neu: meine DIANA F+ (lomography) Kamera. Mit 120er Film (Mittelformat), splitzer (dieses verschmelzen der zwei bilder erzeugend), original quadratische Abzüge. eingescannt & unbearbeitet. Erster Film.
...mal wieder eine neue analoge billig-Plastikkamera. Die Diana ist der absolute Lomographie-Klassiker, ich bin schon ein bisschen stolz - kaufte sie nur, weil es sie im Angebot mit vielen 120er-Rollfilm-Rollen gab. Das besondere hierbei: man kann nur 12 aufnahmen pro rolle machen (normaler 35mm Film kann 36 - 3x so viele!!) und der film ist 6 cm hoch (ein normaler 3,5cm), das heißt, die Negative sind richtige große Bilder (6x6cm!) und werden bei 10x10cm-Abzügen noch nicht einmal verdoppelt. (...Mittelformat lohnt sich.)

Für diese halb-halb doppelbelichtung verwendete ich einen "splitzer" - gleicher effekt, wenn man bei der ersten belichtung die eine seite der linse zu hält und bei der zweiten (auf die gleiche stelle des films) die zweite. so verschmelzen zwei bilder mit einem rand, anstatt sich übereinander zu legen bei einer normalen doppelbelichtung.

Samstag, 13. August 2011

gescannter konsum - der vielseitige HERR TUTORIAL

Ein Bisschen Quatsch von und für Zwischendurch: Auch mit meinem Handy kann man sich Youtube-Videos angucken. Was ich aber eigentlich nie tue - auch wenn ich mir manchmal aus Kulturinteresse die "beliebtesten" anschaue - also kenne auch ich den HERR TUTORIAL.
Reichlich spannend, was der so erzählt. Und wie er dabei so aussieht.
Also, das werde ich nie mit meinem PC-Bildschirm machen, aber mit meinem Handy: SCANNEN.
Denn wenn man eine hohe Auflösung einstellt, speichert der von oben nach unten die sich verändernden Bildeindrücke, die der Herr Tutorial so liefert. Spannend, was sich da so alles verändert, und so vielseitig, wie er auf sein "wahres gesicht" gescannt wird.
Hier zeigt er sein neues... make up-, styling-, ...ach ihr wisst schon. und: eine perserkatze?

Dienstag, 9. August 2011

Hundreds

sah die band Hundreds vor kurzem auf dem appletree garden festival. 
großartige band, großartige musik, großartig anzusehen, großartiges licht, großartige sängerin.
hier ein paar fotos - zur freude oder zum leid anderer alle komplett analog, manche sind doppelbelichtungen, alle unbearbeitet.

Freitag, 5. August 2011

wenn aus zweien eins wird

...zwischen schwarz-weißer selbstdarstellung und "bewegender" technik.
Fühlen ist super!
Vor einiger Zeit stellte ich hier schon mal Bilder eines Projektes hoch, wo ich mit der Digitalkamera Langzeitbelichtungen in schwarzweiß von mir selbst aufnahm - und mich dabei bewegte, sodass zombie-augen mit doppelten pupillen entstanden: http://nervusopticusdigital.blogspot.com/2011/06/mein-blick-verschwimmt-und-zombies.html . während des "shootings" machte ich, immer noch ganz nach dem vorbild von "die philosophie der sekunde" von jürgen klauke (im alten post beschrieben) noch ein paar mehr selbstportraits - mit doppeltem gesicht.
oder auch dreifachem gesicht.
Es ist so, dass man während der zwei sekunden aufnahme jeweils eine sekunde sehr still halten muss, damit das bild scharf wird (also die einzelnen gesichter). es ist auch so, dass man während des schnellen wechsels vielleicht manchmal ein wenig wenig kontrolle über den gesichtsausdruck hat, deswegen ...,.
 Die Darstellung passt sehr gut zu "ich habe zwei gesichter" und "ich sehe so aus, als... aber innerlich..." und "du siehst nur meine maske" - aber das meine ich nicht.Ich sage immer gerne bei doppelbelichtungen (analog, digital geht das ja nicht. und ich meine doppel-und nicht langzeitbelichtung wie hier, auch wenn ich den effekt ja nachahme) dass ich damit das verschwimmen von Subjekt und Umgebung, Kontemplation, meine, und das meine ich auch hier. man ist und fühlt vieles gleichzeitig und man schwimmt, verschwimmt und vereinigt.

Dienstag, 2. August 2011

STOP! oder du schmilzt.

STOP!
Damit ihr nicht schmelzt, wie dieses Stopschild, die jetzt kommenden drei eingeschobenen Sommertage genießen und alles andere, was zu erledigen ist, auf die folgenden grauen Tage verschieben.
(unbearbeitetes Foto, April 2010, "Schatten" und Reflexion eines Stopschildes nahe der Innenstadt Oldenburg. Emanation des Referenten und... Auslaufen.)