Montag, 30. Januar 2012

wie ein rollendes Rad

Und alles fliegt dann so sehr herum, dass es einfach nur noch in seiner Struktur erscheint,
Ein Tag ist eine Abfolge von verplanter Zeit im Terminkalender.
(Spielereien. Kitsch ist nicht zu berücksichtigen.)

Mittwoch, 25. Januar 2012

Pizzapia

uh, ein bisschen animation aus aufnahmereihen lernen. mein erster versuch, die technik von "worst case szenario" von john smith umzusetzen.
Worüber ich mich freue: Pizza.

Dienstag, 24. Januar 2012

entdeckend

"Die Entdeckung", Magritte 1927
Oh du Photoshop - was lässt du mich hölzern erscheinen.
...nach dem Durchblättern des Portfolios eines Gothic-Fotografen (warum auch immer ich das tat) hatte ich Lust auf simples Überlagern von Texturen auf übertrieben "glatte" Bilder - ein paar Techniken entdecken, hatte ich noch nicht gemacht, sowas.
- Ein altes "Magritte nachgemacht"-Projekt fortgeführt:
So ist die Vorlage "Die Entdeckung" von René Magritte von 1927,
Hier ist eine Frau auf der (ganz nackten) Haut mit Holzstrukturen bemalt (eigentlich nicht überlagert, wie es dann heute ist) - was das bedeuten soll, weiß ich nicht, jedenfalls dachte ich zuerst, das sollten Tigerstreifen sein (deshalb erstes, altes Bild, siehe unten).
Zusätzlich: In letzter Zeit habe ich Lust auf künstliche Popkultur und deshalb als Bastelvorlage Fotos meiner "Lady Gaga"-Reihe (was den komischen Haarball auf meinem Kopf bedingt, zitiert die Haarschleife).

bewegtes Standbild


Das traditionellste moderne Medium technischer Reproduzierbarkeit des Videos und mein Symbol für Massenkultur: Youtube. Natürlich in HD anschauen!

Die Fotografie - ist die Kamera auf ein Objekt richten und "den Moment einfangen" (na ja, eine mir untypische Ausdrucksweise, außerdem geht es mir eher um vermeindliche Indexikalität, aber heute sind wir mal nicht so) - das Bewegte wird unbewegt im stehenden Bild.
Das Video - ist die Kamera auf ein Objekt richten und "die Bewegung einfangen" - das Bewegte wird bewegt im Bewegtbild.

Inspiriert von der Fotobuchausstellung "All eyes on Paris", in der ich etwas über "subjektive (Städte - Fotografie" lernte (besonderes Merkmal: die Fotografen fokussiert meist eher den Regentropfen auf der Scheibe als das Geschehen dahinter) - und very post-inspired von der "Unscharf"-Ausstellung in Hamburg letzten April, einer Videoausstellung von John Smith in der Weserburg (Empfehlung mit Kusshand, er dreht er das um, was ich aus meiner Sicht sonst immer mache: Street Photography, also Standbilder, werden zu Bewegtbildern - deswegen widme ich mein Konzept, egal wie die Umsetzung ist, am meisten an "inspired of" ihm) und natürlich diversen Kurzfilmen.

Über Bild und Ton. Zusammenhänge sind da, jede Tonspur war mal mit einem der Bilder verknüpft, jedoch wurden sie relativ zufällig (und unbeschnitten) neu kombiniert, wer will schon das Auto hören, wenn man sieht, wie es auf der Straße fährt.
Und, da man ja vielseitig ist, bzw. ich muss noch die richtige Plattform finden, das ganze nochmal bei Vimeo:

Sonntag, 22. Januar 2012

verschwommenes Sylvester

Für mich diesmal: Ein Sylvester ganz ohne Blitz dort im Dunkeln.
(Kinder, und und neben dem ohne-künstliches-Licht (außer dem abgebildet-abgelichteten) auch mal ohne-Photoshop. Yay, das neue Jahr wird voll original.)

Mittwoch, 18. Januar 2012

Kontraste

Eine Erinnerung an ein altes Projekt kam hoch, als K. mir von seiner Einbettung von dem (Stilelement) Barcode in seiner Kunst erzählte -
Vor über einem Jahr erstellte ich dies, die Ziffer soll übrigens die Zahl der (damals) derzeitigen menschlichen Weltbevölkerung darstellen und ich hatte ein kleines Programm, was Zahlen in Barcodes umrechnen und ausgeben kann.
Wo ist der Kontrast?
Also der von der runden, formenden Linie zum geraden Strich unter vielen wäre einer, optisch in diesem Bild zu finden.

Montag, 16. Januar 2012

Ein Dreieck, das auf der Spitze steht, kippt leicht um

Das Zerfallen in Fragmente.
Die dann ihr Eigenleben entwickeln
(Ich zitiere Lady Gaga und diverse moderne Grafiker und habe eine Brille ohne jegliche Sehstärke, die aus einer BRAVO GIRL besteht.

Dienstag, 10. Januar 2012

Gesellschaft (und Spiel) am Tag

DAS bin ich.
Und mir ist nach Gesellschaft, und nach Spiel, aus gegebenen Anlass:
aus dann doch so semi-deterministischen Gründen führt es mich einen ganzen Schritt weiter. Natürlich gibt es die Fortschritte, nicht nur zeitlich, jeden Tag, doch gibt es gesellschaftlich definierte Einheiten, die ein bestimmtes Feld an Zeit umkreisen, und ab nächsten Samstag werde ich mich in so einem neuen Feld aufhalten,
also, 
ich habe Geburtstag!
und diesen Schritt möchte ich nicht alleine gehen, denn Spielen tut man nicht alleine. Es befinden sich noch ein paar andere Menschen auf dem Spielfeld mit mir.
Doch gelten für den Tag andere Spielregeln: Es wird nicht nur negativ bestimmt, dass man sich nicht ärgern solle, sondern positiv, ein Weg zu möglichst freudigen Gefühlen.

Ich freue mich auf ein paar nette, bunte Spieler!

Donnerstag, 5. Januar 2012

Mittwoch, 4. Januar 2012

Strukturen, die ich nicht erzeugte

Durch J. (Danke! :) )inspiriert, gelangte ich zum Online-Zeichenprogramm Harmony - hier ein paar Skizzen, die in der Unibibliothek entstanden - dementsprechend auch ohne Zeichntablett und mit anwesenden Objektvorlagen bzw. Hand-auf-den-Bildschirm-legen.


Montag, 2. Januar 2012

Strukturen - sozial, produktiv und meditativ-wiederholend

Weihnachtsferien.
"Nicht zuletzt darum steht vorweg das, was ich außerhalb der umzirkelten Arbeitszeit tue, nicht im strikten Gegensatz zu jener." (Th. W. Adorno, Freizeit, in Kulturkritik und Gesellschaft, S. 647)
Vorlesungsfreie Zeit als eine Nicht-Uni-Zeit (der Wahrheitsgehalt dessen ist anfechtbar, was mir jeder Textilstudent bestätigen wird, aber aber die Zeit definiert sich ja hauptsächlich durch die Abwesenheit des Unimediums Vorlesung bzw. Seminar, nicht von der inhaltlichen / Schreib- Beschäftigung) 
("Allerdings bin ich dessen mir bewusst, dass ich als Bevorzugter spreche, mit dem Maß an Zufälligkeit und Schuld, das darin liegt; als einer, der die seltene Chance hatte, seine Arbeit wesentlich nach den eigenen Intentionen auszusuchen und einzurichten" (Adorno, ebenda.) - man darf die Freiwilligkeit dieser Nicht-Freizeit also nicht vergessen.)
Mit dem Bild oben thematisiere ich also das produktive Schaffen, das nicht im Gegensatz zur nicht-Freizeit, also Arbeit bzw. Uni steht. "Produktive Freizeit wäre möglich erst mündigen Menschen, nicht solchen, die unter der Heteronomie auch für sich selber heteronom geworden sind." (der coole Adorno, S. 652)
Aber ist das denn wirklich so? Wie ist mein Blick hier durch irgendwelche soziale Strukturen verstellt? (Wobei hier sichtbar die Kamera als Filter bzw. Brillenglas eingesetzt ist)
Der lustige Mensch mit Herz, der nicht nur die Strukturen reproduziert (blablabla) - mein erster Strukturenversuch.
Man sieht vielleicht, das sich wiederholende Muster dieser Bilder ist eben das Muster, eine Struktur neben der versuchten wiedererkennbaren Abbildung.
Meine anfängliche Intention war hier, gegen einen typischen Fokus beim zeichnerischen Arbeiten zu arbeiten: sonst beschäftige ich mich gerne lange mit der Herausarbeitung z.B. der Augen, dem "Schönen", wichtigen, der Rest wird nur mit Strichen angedeutet. Struktur von Flächen wird vom Original übernommen.
So wollte ich brechen, indem ich die bedeutungslose Farbfläche füllte, mit (ebenso bedeutungsloser) nicht-Flächigkeit. Die Haupt-Arbeitszeit geht hier auf ein rein ausführendes Striche-Setzen, was den Blick auf die Objektvorlage gar nicht mehr verlangt. So ist es erstellen von
Struktur, ausführende meditative Produktion neben der Reproduktion und Erzeugen von angepasster Ähnlichkeit.

Doch: "Unter den herrschenden Bedingungen wäre es abwegig und töricht, von den Menschen zu erwarten oder zu verlangen, dass sie in ihrer Freizeit etwas Produktives vollbrächten; denn eben Produktivität, die Fähigkeit zum nicht schon Dagewesenen, wird ihnen ausgetrieben. Was sie dann in der Freizeit allenfalls produzieren, ist kaum besser als das ominöse Hobby, die Nachahmung von Gedichten oder Bildern, die unter der schwer widerruflichen Arbeitsteilung, andere besser herstellen können als die Freizeitler. Was sie schaffen, hat etwas Überflüssiges. Diese Überflüssigkeit teilt sich der minderen Qualität des Hervorgebrachten mit, die wieder die Freude daran vergällt." (Adornolein, S. 651)
Muster als ständige Wiederholung. auch erscheinen mir manche "meiner" Produkte (wie dieses Bild eines Weihnachtsbaumes, was schließlich nach den ganzen Tuschespritzereien und Finelinerlinien entstand) wie eine Kopie bestimmter Ikea-Designs oder diversen Kulturindustrie-Dekorationen.

Aber,
ABER:
"Wann immer das Verhalten in der freien Zeit wahrhaft autonom, von freien Menschen für sich selbst bestimmt ist, stellt Langeweile schwerlich sich ein; dort ebensowenig, wo sie ihrem Glücksverlangen ohne Versagung folgen, wie dort, wo ihre Tätigkeit in der freien Zeit selbst vernünftig als ein an sich Sinnvolles ist. Noch Blödeln bracht nicht stumpf zu sein, kann selig als Dispens von den Selbstkontrollen genossen werden." (Typ, S. 650).