Donnerstag, 26. April 2012

Hoch- und Niedrigkultur

Angeregt von einem schönen Seminar zu Georg Simmel's Ästhetik - wie schön es ist, vom Leben ausgehend, auch die angebliche Niedrigkultur einzubringen! Das ach so akademische Feld der Universität, welches die teilweise selbst ernannte Elite fortbildet, will ganzheitlich ohne den Einbezug der als nur die banale Funktion und nicht die von materieller Notwendigkeit losgelösten Form gestaltend gesehene Alltags- oder sogar Niedrigkultur bilden?
Was sagt mehr über die Gesellschaft aus - eine Analyse von unzugänglichen, teuren Werken von Künstlern wie Gerhard Richter oder in den Massenmedien präsente Popkünstler wie Lady Gaga? Eine Hierarchie der Künste aufzustellen will profilieren und vernachlässigt, wie diese Niedrigkultur gerade durch diese Hierarchisierung (und auch den Kapitalismus etc. :) ) entsteht und notwendig zur höher positionierenden Abgrenzung ist.
Natürlich ist die Aufwertung der Untersuchung der Relevanz - nicht unbedingt der Schönheit -angeblichen Niedrigkultur nur wichtig, wenn man sich theoretisch mit Gesellschaft, Ästhetik, Geschmack auseinandersetzt, nicht aber wirklich für die Frage nach Schönheit, durchdachte Schönheit. Trotzdem: keine Angst vor schreienden Farben und Massenkonsumskultur:) 

Meine Hommage an die Kulturwissenschaft: Ein erstes selbstgemachtes "Schmuck"Stück: bunte Kinderknete, Nagellack, Draht und Ohrringhänger sind die Zutaten. (Aber auch ich muss mich persönlich von ein paar der darin vermittelten Werte abgrenzen: Wie z.B. Fleischkonsum etc., aber darum geht es hierbei jetzt nicht.).

Montag, 9. April 2012

und so leben die tiere

GRAU

 GRAU

GRAU
...WEIß?

grau in grau, monochrom ohne schwarzweißfilter. denn, an einem ort: alles, kontrastiert - beziehungsweise nicht das spektrum der grauwerte in graduellen abstufungen sondern nur eins, einheitlich, im ghetto.
der mensch als tier - als mensch abseits der zivilisation,
das tier als tier - als abseits innerhalb der zivilisation, 
sein weiß wird zum grau, der schwan zur taube.
zwischen füßen laufend, das nest aus müll.

in das abseits der zivilisation drängen ghettos, als deponierort des ununterbringbaren, als abfalllager.
die bewohner - fertig zu werden mit dem hinterlassenem der großen menschen. tiere.

der versuch, weiß zu bleiben, reinheit im müll und das symbol des schwans im fluss aufrecht zu erhalten, geht unter.
und die touristenmenschen freuten sich nur darüber, einen schwan zu sehen, welch sehenswürdigkeit! ist wohl auch selten.

flecken, kratzer auf der oberfläche.
video aufnahmen alles ausschnitte aus amsterdam - wo mein hostel in einem schwarzenviertel war, aus groningen in der nähe des bahnhofes und von einer zugfahrt aus dem letzten jahr, von den haag nach rotterdam, zugfensterausblick mit entsprechender verschleierung.

Das besichtigte Modell

AMSTERDAM
AMSTERDAM
AMSTERDAM
AMSTERDAM
AMSTERDAM
groningen.
alles Fotos von einem räumlich erhöhten Ort aus, der eine Übersichtsmöglichkeit über Massen bietet. Danach wurde ein kamerainterner "Kreativfilter" benutzt, durch den durch überlagerte Unschärfe ein Tilt&Shift Objektiv simuliert wird, welches wie im Makrobereich mit großer Blende sehr wenig Tiefenschärfe darstellt - "Miniatureffekt", wirkt meist wie Figuren bei Modelleisenbahnen.
Eine Aneignung des gesehenen - auch gesehenen - Ortes für die Hosentasche.

Montag, 2. April 2012

und das habe ich gemacht.

UNSERE UNI
und das macht dieser Reproduktionsapparat mit Studenten, Produktion anregen von:
Sachen, die ich sonst auch mache, aber dann nicht in einen Ordner stecke, der ein Jahr einbehalten wird, sondern sie verwende (zugegeben: das Spinnen hier war mir neu:) )
in reih und glied, am ewig gleichen ort mit dem ewig gleichen: bücher, läptop, buchstaben
ja, DIESER weg wird bald zwar wiederkommen, aber erstmal zwei wochen unifrei. (dies ist der weg meines donnerstags des letzen semesters auf dem unigelände, illustratorgrafik.)

und das habe ich gemacht in letzter zeit!!   ...aber das schöne: für diese bilder, als kommentierung, musste ich nichts zusätzlich machen: die drei unibilder sind teil meiner hausarbeit über die uniarchitektur (montagen, mit denen ich provokante "hochschulmaschinenfabrik"-thesen aufstelle, die ich aber am ende wegargumentiere), das gehandarbeitete ist aus einem textilportfolio. und da wir dafür filmen (bzw. dokumentieren) mussten, wie wir einen koffer packen - in erinnerung daran, jetzt packe ich meinen koffer für mich und nicht für die uni - auf nach amsterdam:)
(das hier: das univideo. etwas lang, anblick sollte man sich überlegen;) )